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Journal ArticleReviewFrontiers in nutrition·Bewertet und veröffentlicht ·Zuletzt bearbeitet

Ältere Menschen mit Mangelernährung sind häufiger depressiv

Einstufung Vorläufig — eine Übersichtsarbeit ohne systematische Suche, die vor allem Beobachtungsstudien zusammenfasst; sie zeigt Zusammenhänge, aber keine Ursache.

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Ältere Menschen, die mangelernährt sind, haben in vielen Studien häufiger depressive Beschwerden.


Depressionen sind bei älteren Menschen häufig und schränken den Alltag stark ein. Medikamente und andere Behandlungen vertragen viele schlecht, oder sie passen nicht zu weiteren Erkrankungen. Eine Übersichtsarbeit hat deshalb die Ernährung in den Blick genommen. Ihr Befund: Wer mangelernährt ist oder kurz davor steht, hat in vielen Studien beständig mehr depressive Beschwerden.

In einem Pflegeheim in Mexiko-Stadt waren Bewohner mit depressiven Beschwerden deutlich häufiger mangelernährt. Ein Mangel an Vitamin B12 ging in einer Studie mit einem um 51 Prozent höheren Depressionsrisiko über vier Jahre einher. Wer sich nach Art der Mittelmeerkost oder der MIND-Diät ernährte, einer aufs Gehirn ausgerichteten Variante, hatte meist weniger Beschwerden. Bei einzelnen Nährstoffen waren die Ergebnisse uneinheitlich. Fischöl senkte bei Menschen mit stabiler Stimmung zwar die Rückfallgefahr, linderte die Beschwerden aber kaum.

Die meisten Belege stammen aus Beobachtungen. Es ist daher auch möglich, dass die Depression schlechtes Essen nach sich zieht. Zudem maßen die Studien Ernährung und Stimmung sehr unterschiedlich. Die Autoren wünschen sich größere Studien, in denen das Los entscheidet.

Haftungsausschluss: Forschungszusammenfassungen dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere immer einen qualifizierten Arzt, bevor du Änderungen an deiner Gesundheitsroutine vornimmst.