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Journal ArticlePreprintmedRxiv : the preprint server for health sciences·Bewertet und veröffentlicht ·Zuletzt bearbeitet

Routine-Herz-CT: KI liest aus Fett und Muskeln das Sterberisiko

Einstufung Vorläufig — rückblickende Auswertung von 28.509 Herzpatienten, an fremden Kliniken überprüft; noch nicht begutachteter Vorabdruck ohne Nachweis, dass Änderungen etwas bewirken.

Design
Retrospektive Kohortenstudie
Teilnehmende
28.509
Dauer
3,5 Jahre
Finanzierung
National Institutes of Health (National Heart, Lung, and Blood Institute; NIBIB)
Kernaussage

Aus einem routinemäßigen Brust-CT lässt sich bei Herzpatienten eine Punktzahl ableiten, die das Sterberisiko gut einschätzt.


Viele Herzpatienten bekommen bei einer Untersuchung ohnehin ein schwach dosiertes CT-Bild der Brust. Ein Computerprogramm las daraus Knochen, Muskeln und vier Arten von Fettgewebe ab. Zusammen mit Alter, Geschlecht, BMI und Kalk in den Herzkranzgefäßen ergab das eine Punktzahl. Wer in der höchsten Gruppe landete, hatte ein rund 17-mal so hohes Sterberisiko wie die niedrigste Gruppe.

Die Forschenden werteten Daten von 28.509 Menschen mit bekannter oder vermuteter Verengung der Herzkranzgefäße aus. In im Mittel dreieinhalb Jahren starben 16 Prozent von ihnen. Geprüft wurde das Programm an Kliniken, die beim Entwickeln nicht beteiligt waren. Dort schätzte es Todesfälle besser ein als ein einfaches Modell nur mit Alter, Geschlecht, BMI und Gefäßkalk. Am meisten zählte, wie dicht das Fett um die inneren Organe im Bild erschien, danach die Muskelmenge.

Die Arbeit ist ein Vorabdruck, den noch keine unabhängigen Fachleute geprüft haben. Sie blickt auf vorhandene Daten zurück und umfasst nur Herzpatienten. Gemessen wurde zudem nur ein Abschnitt der Brust. Ob ein Umbau von Fett und Muskeln das Risiko tatsächlich senkt, zeigen die Daten nicht: Das wurde nur im Modell durchgerechnet.

Offenlegung von Interessenkonflikten: Mehrere Autoren halten Anteile an APQ Health, erhalten Software-Lizenzgebühren oder Beraterhonorare und Fördergelder von Firmen wie GE Healthcare, Siemens und Pfizer.

Haftungsausschluss: Forschungszusammenfassungen dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere immer einen qualifizierten Arzt, bevor du Änderungen an deiner Gesundheitsroutine vornimmst.