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Journal ArticleReviewInternational journal of molecular sciences·Bewertet und veröffentlicht ·Zuletzt bearbeitet

Vitamin D und Altern: Allein zeigte es in Studien wenig Wirkung

Einstufung Vorläufig — übersichtsarbeit über 68 Studien ohne eigene neue Daten; die Erklärungen zur Wirkung im Körper stammen überwiegend aus Zell- und Tierversuchen.

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National Key R&D Program of China; Chinese Universities Scientific Fund
Kernaussage

In großen Studien zeigte Vitamin D allein kaum Wirkung auf Alterungsuhren, in Kombination mit Training und Omega-3 dagegen schon.


Vitamin D gilt vielen als Helfer gegen das Altern. Eine Übersichtsarbeit dämpft diese Hoffnung. In großen Studien, in denen das Los über die Behandlung entschied, brachte Vitamin D allein nur begrenzten Nutzen. Messbare Effekte auf Alterungsmarker tauchten erst auf, wenn es mit Bewegung und Ernährung kombiniert wurde.

Die Autoren werteten 68 Arbeiten aus, von Zellversuchen bis zu großen Studien mit Menschen. Im Zentrum stehen sogenannte epigenetische Uhren. Sie schätzen das biologische Alter aus chemischen Markierungen auf dem Erbgut. In der Studie DO-HEALTH bekamen ältere Menschen drei Jahre lang Vitamin D, Omega-3-Fette und ein Heimtraining. Ihre Uhren tickten dadurch um 2,9 bis 3,8 Monate langsamer. Vitamin D allein erreichte dort keinen klaren Effekt, ebenso wenig in der Studie VITAL.

Die meisten Daten zu den Abläufen in der Zelle stammen aus Zellen und Tieren. Belege beim Menschen sind laut den Autoren rar. Ein niedriger Vitamin-D-Spiegel könnte zudem eher ein Zeichen von Gebrechlichkeit sein als deren Ursache. Die Autoren schließen daraus, dass Vitamin D vor allem bei nachgewiesenem Mangel sinnvoll ist. Für Menschen mit ausreichendem Spiegel sehen sie keine Grundlage für eine Einnahme ohne Messung.

Haftungsausschluss: Forschungszusammenfassungen dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere immer einen qualifizierten Arzt, bevor du Änderungen an deiner Gesundheitsroutine vornimmst.