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Biologischer Alterstest und Krankenkasse

Was die Kasse zahlt, was ein Test privat kostet, welche Anbieter seriös sind und wie viel ein einzelnes Ergebnis wirklich aussagt.

Aktualisiert am 16 Min. Lesezeit25 Quellen

Kurz erklärt

Die gesetzliche Krankenkasse (GKV) zahlt keinen biologischen Alterstest.[8, 19] Weil er nicht in ihrem Leistungskatalog steht, bieten Praxen ihn als IGeL an, also als Gesundheitsleistung, die du selbst bezahlst. Die private Krankenversicherung (PKV) zahlt nur selten und im Einzelfall, weil ein Test bei Gesunden kaum je medizinisch notwendig im Sinne des Vertrags ist.[6] Die meisten epigenetischen Tests kosten 200 bis 500 €, während Levines PhenoAge-Rechner[2] kostenlos ist und nur Blutwerte für meist etwa 30 bis 80 € braucht.

Diese Inhalte dienen ausschließlich Bildungszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere immer einen qualifizierten Arzt, bevor du Änderungen an deiner Ernährung, deinem Trainingsprogramm oder deiner Nahrungsergänzung vornimmst.

Was misst ein biologischer Alterstest, und wie genau ist er?

Ein biologischer Alterstest schätzt, wie alt dein Körper biologisch ist, unabhängig von deinem Geburtsdatum. Dafür liest er Spuren des Alterns aus DNA, Blut oder Speichel, und je nachdem, welche Spur er liest, misst er etwas anderes. Verbreitet sind vor allem fünf Typen:

  1. Epigenetische Tests (DNA-Methylierung): Sie lesen Methylierungsmarken an hunderten Stellen deiner DNA. Das sind kleine chemische Markierungen, die benachbarte Gene lauter oder leiser stellen, eher wie ein Dimmer als wie ein Lichtschalter. Aus dem Muster dieser Marken berechnen Rechenmodelle ein Alter oder ein Alterungstempo, und diese Modelle heißen epigenetische Uhren. Bekannte Uhren sind Horvath,[1] GrimAge,[3] DNAm PhenoAge.[2] und DunedinPACE[5]
  2. Biomarker-basierte Tests: Ein Algorithmus rechnet aus normalen Blutwerten ein Alter. Das Standardbeispiel ist Levines Phenotypic-Age-Rechner aus neun Blutwerten, auf dem später auch die Methylierungsuhr DNAm PhenoAge aufgebaut wurde.[2]
  3. Telomer-Tests: Sie messen die Länge der Telomere, also der Schutzkappen an den Enden deiner Chromosomen. Früher waren sie populär, als Marker für das biologische Alter gelten sie heute aber als schwächer.
  4. Glykan-basierte Tests wie GlycanAge: Sie messen Zuckerketten an deinen Antikörpern.
  5. Proteomik-Tests: Sie leiten ein Alter aus Eiweißmustern ab, im Blut oder, wie bei MOLEQLAR, aus Zellen eines Wangenabstrichs.[23] Sie sind neuer und weniger validiert als Methylierungs-Uhren.

Beim Namen PhenoAge lohnt ein zweiter Blick, weil er für zwei verschiedene Tests steht. Die Blut-Variante ist günstiger (online kostenlos, wenn du die Werte hast) und misst etwas anderes als der Methylierungstest mit demselben Namen, der ab rund 300 € kostet. In Levines Originalstudie sagte der Blutwert Krankheit und Tod sogar besser voraus als die Methylierungs-Version.[2] Wenn jemand „PhenoAge“ ohne Zusatz erwähnt, frag also nach, welche der beiden gemeint ist.

Wie genau ist ein einzelnes Ergebnis?

Unter allen Typen sind die epigenetischen Uhren am besten erforscht, mehr dazu im Ratgeber zu epigenetischen Tests. Neuere Uhren sagen Gesundheitsfolgen besser voraus (GrimAge 2.[4]) oder liefern besser wiederholbare Werte (DunedinPACE[5]). Wie stark ein Ergebnis schwankt, hängt trotzdem von der Uhr ab. Misst man dieselbe Blutprobe zweimal, weichen klassische Uhren wie Horvath und PhenoAge typischerweise um etwa 1 bis 2,5 Jahre voneinander ab, im Einzelfall um bis zu 9 Jahre[9] GrimAge schwankt deutlich weniger, und bei neueren Varianten der Uhren liegen die meisten Wiederholungen nur etwa 1 bis 1,5 Jahre auseinander.[9]

Ein einzelner Abstand wie „du bist 5 Jahre jünger“ kann also zum Teil Laborrauschen sein. Frag den Anbieter deshalb, welche Uhrenversion er nutzt und wie groß sein Wiederholungsfehler ist. Zwei Messungen beim selben Anbieter verdienen mehr Vertrauen als eine.

Bei DunedinPACE stellt sich die Frage anders, weil die Uhr gar kein Alter ausgibt. Sie misst ein Alterungstempo,[5] zum Beispiel 0,85 biologische Jahre pro Kalenderjahr, wobei 1,0 dem Durchschnitt entspricht. Diesen Wert liest du gegen die Referenz 1,0 und gegen deine eigene Veränderung über die Zeit, nicht gegen dein Geburtsdatum.

Zahlt die Kasse einen biologischen Alterstest?

Die gesetzliche Krankenkasse (GKV) zahlt keinen biologischen Alterstest, auch nicht einen zweiten zur Kontrolle. Weil die Tests nicht in ihrem Leistungskatalog stehen, bieten Praxen sie als Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) an. Diese Leistung zahlst du zu 100 % selbst, wie die meiste Selbstzahler-Longevity-Diagnostik. Das gilt bei jeder deutschen gesetzlichen Kasse, unabhängig vom Anbieter und davon, ob Speichel, ein Fingerstich oder venöses Blut untersucht wird.

Dass keine Kasse zahlt, liegt an einem Prüfverfahren, das diese Tests nie durchlaufen haben. Neue Untersuchungsmethoden darf eine Praxis erst über die GKV abrechnen, wenn der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) ihren Nutzen anerkannt hat.[19] Bei biologischen Alterstests ist das nicht geschehen, und auch der IGeL-Monitor des Medizinischen Dienstes, der Selbstzahlerleistungen bewertet, hat sie nicht geprüft (Stand Oktober 2026).[8] Uns ist außerdem keine randomisierte Studie bekannt, also kein Versuch mit ausgelosten Gruppen, in der das Wissen um den eigenen Alterswert die Gesundheit verbessert hätte. Gemeint ist ein Nutzen über das hinaus, was Blutfette, Blutzucker und Blutdruck ohnehin verraten.

Was die GKV dir stattdessen bezahlt, ist der Gesundheits-Check-up. Ab 35 hast du alle drei Jahre Anspruch darauf.[12] Die Ärztin fragt nach deiner Krankengeschichte, untersucht dich körperlich, misst deinen Blutdruck und berät dich. Im Labor bestimmt die Praxis deine Blutfette, den Nüchternblutzucker und einen Urinstatus, also einen Standardtest deines Urins, und einmalig kommt ein Test auf Hepatitis B und C dazu.[12] Zwischen 18 und 34 bekommst du den Check-up einmal, ohne Urintest.[12] Blutwerte gehören in diesem Alter nur bei bestimmten Risiken dazu, etwa bei familiärer Vorbelastung, Übergewicht oder Bluthochdruck.[12]

Ein biologisches Alter oder epigenetische Marker stehen in diesem Check-up nicht. Trotzdem hält sich im Longevity-Internet die Idee, man könne sich darüber die Zutaten für einen kostenlosen Alterswert holen. Für Levines Phenotypic-Age-Rechner reicht der Check-up aber nicht, denn der Rechner braucht neun Blutwerte,[2]:

  • Albumin
  • Kreatinin
  • Nüchternblutzucker
  • C-reaktives Protein (CRP, ein Entzündungswert)
  • Lymphozyten-Anteil
  • mittleres Zellvolumen (MCV, die durchschnittliche Größe der roten Blutkörperchen)
  • Erythrozyten-Verteilungsbreite (RDW, wie stark diese Größe schwankt)
  • alkalische Phosphatase
  • Leukozyten-Gesamtzahl

Von diesen neun Werten liefert der Check-up nur den Nüchternblutzucker[12] acht fehlen also. Die Kasse zahlt diese acht nur, wenn jeder einzelne Wert medizinisch begründet ist, etwa zur Abklärung einer Blutarmut, einer Entzündung oder der Nieren oder zur Kontrolle einer bekannten Erkrankung oder Medikation. Neugier allein ist kein solcher Grund, deshalb zahlst du die fehlenden Werte meist als IGeL selbst, typischerweise 30 bis 80 € zusätzlich zum Check-up (Richtwert, vor der Bestellung prüfen).

Auch die Bonusprogramme von AOK, TK, Barmer oder DAK erstatten keine biologischen Alterstests. Sie belohnen Vorsorge, Sport und Fitnessstudio mit Boni von meist 30 bis 200 € im Jahr (Richtwert). Manchmal darfst du das Bonusgeld frei ausgeben, auch für einen selbst bezahlten Test, doch das ist Cashback und keine Kostenübernahme. Meist reicht es ohnehin eher für den Eigenanteil einer Zahnreinigung als für ein Testkit. Die TK bietet in ihrer kostenlosen App TK-Coach Lebensstil-Selbsttests an. Ob dort gerade ein Fragebogen zum biologischen Alter dabei ist, siehst du in der App, und auch so ein Fragebogen schätzt nur aus deinem Lebensstil, ohne Laborwert.

Herz-CT: Hier zählt ein Krankheitsverdacht

Wer statt eines Alterstests lieber direkt auf seine Herzgefäße schauen möchte, landet beim Herz-CT, und dafür gelten andere Regeln. Die GKV zahlt die CT-Koronarangiographie (CCTA), ein CT der Herzkranzgefäße mit Kontrastmittel, allerdings nur bei Verdacht auf eine Herzerkrankung und nie als Vorsorge-Screening. Der G-BA hat sie am 18. Januar 2024 beschlossen, und der Beschluss ist seit dem 27. April 2024 in Kraft.[13, 17] Über die GKV abrechnen können Praxen sie seit dem 1. Januar 2025.[18]

Bezahlt wird die CCTA in zwei Fällen.[17] Im ersten schätzt die Ärztin vorab, wie wahrscheinlich eine chronische koronare Herzkrankheit (KHK) ist, also eine Verengung der Herzkranzgefäße. Liegt diese Vortestwahrscheinlichkeit bei mindestens 15 % und besteht der Verdacht weiter, zahlt die Kasse. Im zweiten Fall muss vor einer bereits geplanten Herzoperation eine KHK ausgeschlossen werden. Die überweisende Praxis dokumentiert Vortestwahrscheinlichkeit und Vorbefunde auf der Überweisung.[18] Ein hoher Alterswert allein ist kein solcher Verdacht.

Private Krankenversicherung: Erstattung und Antrag

Für den Alterstest selbst sieht es bei der privaten Krankenversicherung (PKV) kaum besser aus als bei der GKV. Eine eigene Ziffer in der GOÄ, der Gebührenordnung für Privatpatienten, gibt es für ihn zwar nicht. Abrechnen kann die Praxis trotzdem, über passende Laborziffern oder analog mit Angabe einer gleichwertigen Ziffer.[16] Schwierig wird erst die Erstattung. Die PKV zahlt nur selten und im Einzelfall, weil ein Test bei Gesunden kaum je medizinisch notwendig im Sinne des Vertrags ist.[6] Einzelne Premium-Vorsorge-Zusatztarife haben epigenetische Alterstests im Paket, das ist aber die Ausnahme.

Wenn du privat versichert bist und es trotzdem versuchen willst, geh in dieser Reihenfolge vor:

  1. Lass den Test ärztlich verordnen und den tatsächlichen medizinischen Grund festhalten, etwa eine familiäre Vorbelastung für frühe Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder eine Stoffwechselerkrankung, falls es einen solchen Grund gibt. Der Diagnosecode muss genau diesen Grund beschreiben. Ein Code allein begründet keine medizinische Notwendigkeit, und ein Code, der nur die Erstattung sichern soll, ist eine falsche Angabe gegenüber deinem Versicherer.
  2. Reich den Antrag schriftlich ein, bevor du bestellst, denn nachträglich ist eine Erstattung viel schwerer durchzusetzen. Nach § 192 VVG zahlt die PKV medizinisch notwendige Heilbehandlung, Vorsorge nach gesetzlich eingeführten Programmen und die „sonstigen vereinbarten Leistungen“ deines Tarifs.[6] Weil ein Longevity-Test bei Gesunden meist weder Heilbehandlung noch gesetzliche Vorsorge ist, entscheidet am Ende der Wortlaut deines Tarifs, etwa zur erweiterten Vorsorge.
  3. Frag nach Premium-Volltarifen. Tarife mit breitem ambulantem Leistungskatalog, darunter manche Beihilfe-Ergänzungstarife für Beamte, übernehmen erweiterte Diagnostik gelegentlich im Einzelfall. Weil das selten in den Produktbroschüren steht und je nach Tarif und Fall variiert, lohnt das Gespräch mit einer Versicherungsmaklerin. Garantiert ist eine Übernahme nie.
  4. Widersprich einer Ablehnung schriftlich, am besten mit einer zweiten ärztlichen Stellungnahme dazu, warum der Test nötig ist. Wie oft das klappt, hängt von Versicherer und Tarif ab.

Auch mit PKV bleibt ein biologischer Alterstest also meist eine Ausgabe aus eigener Tasche, und wie hoch sie ausfällt, entscheidet vor allem die Wahl des Anbieters.

Anbieter und Kosten in Deutschland (Stand Oktober 2026)

Die meisten epigenetischen Alterstests kosten 200 bis 500 €, und diesen Betrag zahlst du in Deutschland in aller Regel selbst. Premium-Bundles liegen darüber, bei TruDiagnostic etwa bei 849 US-Dollar plus Einfuhrumsatzsteuer.[20] Bei Bestellungen aus den USA können 19 % Einfuhrumsatzsteuer auf den angegebenen Warenwert anfallen, dazu Kosten für Versand und Zollabwicklung. Was genau anfällt, nennt dir der Anbieter oder der Paketdienst beim Bezahlen, und ob der Anbieter überhaupt nach Deutschland liefert, prüfst du am besten vorher.

Die Tabelle zeigt, wer welchen Test anbietet, deutsche Anbieter zuerst. Preise mit „Okt. 2026“ haben wir im Oktober 2026 auf der Anbieterseite geprüft, die anderen sind Richtwerte, die du vor der Bestellung nachsehen solltest.

Anbieter (Sitz) Methode Probe Preis
Cerascreen Genetic Age Test (DE) Epigenetik Wangenabstrich 399 € (UVP 499 €, Okt. 2026),[24]
epiAge (DE, über Händler und Praxen) Epigenetik k. A. 200–300 € (Richtwert)
Ganzimmun (DE, über Praxen) Epigenetik k. A. 200–500 € (Richtwert)
MOLEQLAR (DE) Epi-Proteomik Wangenabstrich ab 129,90 € + Versand (Okt. 2026)[23]
TruDiagnostic TruAge Test (USA) Epigenetik (OMICmAge, SYMPHONYAge, DunedinPACE) Fingerstich 499 USD + EUSt (Okt. 2026)[20]
Elysium Index (USA) Epigenetik Speichel 299 USD (Okt. 2026)[25]
MyDNAge (USA) Epigenetik k. A. 299 USD (Richtwert)
Muhdo (UK) Epigenetik k. A. 250 £ (Richtwert)
GlycanAge (UK) Glykane k. A. 279–299 £ (Richtwert)
InsideTracker InnerAge 2.0 (USA) Blutwerte Blut 249 USD, Abnahme nur USA/Kanada (Okt. 2026)[21, 22]

Quellen: Anbieterseiten [20–25]; EUSt = Einfuhrumsatzsteuer. Die günstigste Variante fehlt in der Tabelle, weil sie kein Produkt ist. Levines PhenoAge-Rechner[2] kostet nichts, braucht aber Blutwerte, die du meist für 30 bis 80 € als IGeL dazukaufst.

Bei einigen Anbietern entscheidet ein Detail, das nicht in die Tabelle passt:

  • Cerascreen (Deutschland): Mit Langlebigkeitsberatung kostet der Test 499 € (Stand Oktober 2026)[24] und dieser Aufpreis lohnt sich vor allem, wenn du das Ergebnis ohnehin mit jemandem besprechen willst. Weil der Test zeitweise ausverkauft war, schau vor der Bestellung auf cerascreen.de nach, ob er gerade lieferbar ist.
  • MOLEQLAR (Deutschland): Der „Epi-Proteomik“-Test ist neuer und weniger validiert als Methylierungs-Uhren, frag also vor der Bestellung, welches publizierte Modell dahintersteht. Weil MOLEQLAR auch Supplements verkauft, prüf den Test mit den Kriterien aus dem FAQ unten.
  • Ganzimmun (Deutschland): Der Test läuft über Ärztinnen und Heilpraktiker, und der Preis hängt vom Panel ab. Frag die Praxis nach ihrem aktuellen Leistungsverzeichnis.
  • Deutsche Longevity-Privatpraxen: Sie rechnen mit eigenen Algorithmen aus Blutwerten, oft ab 150 € im Rahmen eines Blutbilds (Richtwert).
  • TruDiagnostic (USA): Aus einer Fingerstich-Blutprobe gibt der TruAge Test OMICmAge (biologisches Alter), SYMPHONYAge (11 Organsysteme), DunedinPACE, eine Telomer-Schätzung sowie Entzündungs- und Immunwerte aus.[20] Wenn du gezielt GrimAge oder Horvath willst, passt der Test also nicht. Das Bundle mit dem TruHealth-Panel kostet 849 USD.[20] Ob TruDiagnostic an deine Adresse in Deutschland liefert, siehst du beim Bezahlen.
  • Elysium Index (USA): Aus einer Speichelprobe kommen ein biologisches Alter, ein kumulatives Alterungstempo und neun Organsystem-Alter.[25]
  • InsideTracker InnerAge 2.0 (USA): Die Blutabnahme gibt es nur in den USA und Kanada, im Partnerlabor für 249 USD oder mobil für 119 USD mehr (Stand Oktober 2026).[21, 22] Aus Deutschland kannst du über eine Mitgliedschaft nur Ergebnisse deiner eigenen Ärztin hochladen.[22] Wer schon den Ultimate Plan hat, bekommt InnerAge für 99 USD dazu.[21]
  • GlycanAge (UK): Die Preise schwanken nach Markt und Abo-Stufe, und ein Abo senkt den Preis pro Test. Partnerseiten haben für einen Einzeltest zwischen etwa 299 € und 499 € genannt, den aktuellen Preis siehst du auf glycanage.com.
  • Telomer-Tests: Als Direktkauf sind sie schwer zu bekommen. TeloYears lag früher bei rund 89 USD und hat sein Angebot für Endkunden zurückgefahren, TA Sciences verweist eher auf ärztliche Partner. Für die Altersbestimmung und die Vorhersage der Sterblichkeit gelten Telomere ohnehin als schwächer als Methylierungs-Uhren.

Datenschutz: Deine Methylierungsergebnisse gelten nach DSGVO Art. 9 als besonders sensible Daten,[7] und ein Direktanbieter stützt sich dafür in der Regel auf deine ausdrückliche Einwilligung. Bei US-Anbietern wie TruDiagnostic oder Elysium prüfst du vor der Bestellung, ob sie unter dem EU-US Data Privacy Framework zertifiziert sind (dataprivacyframework.gov).[14] Falls nicht, frag nach Standardvertragsklauseln, also von der EU vorgegebenen Vertragsbausteinen. Das Framework wurde vor Gericht angefochten und könnte sich wie seine beiden Vorgänger ändern. Frag deshalb auch, wie lange Probe und Daten gespeichert werden, wie du beides löschen lassen kannst und was damit passiert, wenn die Firma verkauft wird.

Zum Listenpreis kommen meist noch weitere Posten dazu:

  • Versand und Zoll bei US-Anbietern: etwa 20 bis 80 € (Richtwert)
  • Wiederholungsmessung: verdoppelt die Kosten, liefert aber erst den Trend
  • Ärztliche Interpretation in Longevity-Praxen: 80 bis 250 € (Richtwert)

Lass dir deshalb vor der Bestellung den Gesamtpreis nennen, mit Versand, Wiederholung und ärztlicher Besprechung.

Günstigere Wege zum biologischen Alter und was du mit dem Ergebnis machst

Ein brauchbares Bild deines biologischen Alters bekommst du auch ohne 500-€-Kit, wenn du mehrere günstige Blickwinkel kombinierst. Dazu gehören Blutwerte für den kostenlosen PhenoAge-Rechner, ein paar Fitnesstests und ein Blick auf deine Körperzusammensetzung. Wenn du eine Zahl willst, kommt alle zwei bis drei Jahre ein epigenetischer Test als Referenzpunkt dazu. Insgesamt landest du so bei etwa 300 bis 500 € im Jahr (Richtwert). Zusammen ergeben diese Blickwinkel ein breiteres Bild als eine einzelne Momentaufnahme:

  • Unser kostenloser Alterungstempo-Test (2 Minuten, ohne Anmeldung) schätzt dein Tempo aus deinem Lebensstil. Das ist kein Laborwert, zeigt dir aber deine Stellschrauben.
  • PhenoAge-Rechner (Blutvariante).[2]: Der Rechner ist kostenlos und braucht neun Werte, von denen der Check-up ab 35 nur den Nüchternblutzucker abdeckt[12] Für Albumin, Kreatinin, CRP, großes Blutbild mit Lymphozyten, MCV und RDW sowie alkalische Phosphatase planst du etwa 30 bis 80 € als IGeL ein (Richtwert).
  • Sit-Rise-Test: Du stehst ohne Hände vom Boden auf. In einer Studie mit 2.002 Erwachsenen zwischen 51 und 80 Jahren hing ein niedriger Wert über rund sechs Jahre mit höherer Sterblichkeit zusammen.[11] Lass ihn weg oder hol dir jemanden an die Seite, wenn du Knie-, Hüft- oder Gleichgewichtsprobleme oder Osteoporose hast.
  • Griffkraft mit einem Handdynamometer: in wenigen Sekunden gemessen und günstig; unser Griffkraft-Tool ist ein Einstieg.
  • VO2max (die maximale Sauerstoffaufnahme, im Grunde der Fitnesstest für Herz und Lunge): als Belastungstest mit Atemmaske (Spiroergometrie) in einer Praxis etwa 100 bis 280 € (Richtwert), als grobe Schätzung kostenlos mit dem Rockport-Walk-Test. Wenn du eine Herzerkrankung oder mehrere Risikofaktoren hast, klär einen Ausbelastungstest vorher mit deiner Ärztin.
  • DEXA-Knochendichte (50 bis 150 €, Richtwert): misst die Knochendichte. Eine eigene Ganzkörper-DEXA schätzt zusätzlich Muskel- und Fettmasse; frag gezielt danach, wenn es dir um die Körperzusammensetzung geht. Eine gute Bioimpedanz-Waage ist die günstigere, ungenauere Alternative.

Beispielrechnung: 38 Jahre, München oder Berlin, gesetzlich versichert

Das Beispiel für eine gesetzlich versicherte Person in Deutschland geht bewusst etwas über den Alterswert hinaus. Es ergänzt erweiterte Laborwerte für Herz, Zuckerstoffwechsel und Entzündung und eine einfache Messung deiner Erholung, damit aus den einzelnen Blickwinkeln ein breiteres Bild wird. So verteilt sich ein Budget von 400 bis 500 €:

  • Gesundheits-Check-up (kostenlos, ab 35 alle drei Jahre): Lipidprofil, Nüchternblutzucker, Blutdruck und Urinstatus, aber kein Blutbild.[12] Für den PhenoAge-Rechner fehlen danach Albumin, Kreatinin, großes Blutbild und alkalische Phosphatase. Diese Werte buchst du bei deiner Hausärztin für etwa 30 bis 80 € als IGeL dazu, das hsCRP kommt aus dem Panel darunter.
  • IGeL-Longevity-Panel (etwa über Ganzimmun oder ein vergleichbares Speziallabor, je nach Umfang 250 bis 350 €, Richtwert): Es ergänzt die Standardwerte um erweiterte Marker für Herz, Zuckerstoffwechsel und Entzündung und liefert nebenbei das fehlende hsCRP. Enthalten sind:
    • ApoB, ein Maß für die Zahl der Blutfett-Teilchen, die Gefäße verengen können
    • Lp(a), ein weitgehend erblich festgelegtes Blutfett-Teilchen
    • hsCRP, ein besonders empfindlich gemessener Entzündungswert
    • HbA1c, der Langzeit-Blutzucker
    • Nüchterninsulin, dein Insulinspiegel ohne vorherige Mahlzeit
    • ein Hormonpanel, dessen Umfang je nach Labor wechselt
    • Ferritin, der Eisenspeicher
  • Polar-H10-Brustgurt und HRV4Training-App (rund 90 € für den Gurt, Richtwert, und rund 10 € für die App, beides einmalig): Der Brustgurt liefert zuverlässige Daten zu deinem Herzschlag. Die App macht daraus jeden Morgen eine Messung der Herzfrequenzvariabilität (HRV), also wie stark die Zeitabstände zwischen deinen Herzschlägen schwanken, und mit diesen Messungen verfolgst du deine Erholung.

Im ersten Jahr kommst du so auf etwa 380 bis 530 €, inklusive der IGeL-Werte, die den PhenoAge-Rechner überhaupt nutzbar machen. In den Folgejahren sinken die Kosten auf etwa 250 bis 350 € für das Panel oder weniger, wenn du ein Jahr aussetzt. In Österreich und der Schweiz gelten Check-up 35 und IGeL-Regeln nicht; frag dort deine eigene Versicherung, was ihre Vorsorgeuntersuchung enthält.

Was du mit dem Ergebnis machst

Für biologische Alterswerte gibt es keine geprüften Grenzwerte, die aus einem Ergebnis eine medizinische Entscheidung machen. Ein Ergebnis nahe deinem Kalenderalter ist kein Gesundheitszeugnis, ein hohes keine Diagnose. Einen DunedinPACE-Wert vergleichst du mit dem Durchschnitt von 1,0 und mit deinem eigenen Verlauf.[5] Sieht ein Wert hoch aus, wiederhol den Test beim selben Anbieter mit derselben Uhr, bevor du viel hineinliest.[9]

Bleibt ein Ergebnis auch beim zweiten Test hoch, ist das ein guter Anlass, deine Standard-Risikofaktoren ärztlich prüfen zu lassen: Blutdruck, Blutfette, Blutzucker, Rauchen und Familiengeschichte. Die erweiterten Laborwerte aus dem Panel oben, also ApoB, Lp(a), hsCRP, HbA1c und Nüchterninsulin, kannst du dabei mit deiner Ärztin besprechen. Ob du weitere Untersuchungen wie einen Koronar-Calcium-Score brauchst (als IGeL etwa 150 bis 300 €, Richtwert), hängt von diesem Gesamtrisiko ab und nicht vom Alterswert allein. Weil ein Calcium-Score eine CT-Untersuchung ist und damit Röntgenstrahlung bedeutet,[17] entscheidest du darüber mit deiner Ärztin anhand deiner Risikofaktoren. Ein Herz-CT mit Kontrastmittel (CCTA) zahlt die Kasse nur bei Verdacht auf eine Herzerkrankung,[17] und ein hoher Alterswert allein begründet diesen Verdacht nicht.

An Medikamenten ändert ein Alterswert ebenfalls nichts, denn biologische Alterstests liefern Wellness-Informationen und keine Diagnose. Fang wegen eines Ergebnisses keine Medikamente, Hormone oder Supplements an, setz nichts ab und ändere nichts. Die Hebel sind bei jedem Ergebnis dieselben: Schlaf, Bewegung, Ernährung, Alkohol und Nichtrauchen. Brustschmerz, Atemnot, Herzstolpern oder andere Beschwerden gehören dagegen zur Ärztin, egal was der Test sagt.

Wie oft ein neuer Test sinnvoll ist

Ohne Verdacht und ohne Beschwerden bleibt die Wiederholung das wichtigste Werkzeug, und ihr Abstand hängt von der Uhr ab. Klassische Uhren, die ein Alter ausgeben, wiederholst du eher alle zwei bis drei Jahre als jährlich. Ein einzelner Test schwankt im Labor so stark, dass er eine echte Veränderung innerhalb eines Jahres leicht überdecken kann.[9]

DunedinPACE misst dagegen sehr reproduzierbar.[5] In einer nachträglichen Auswertung der CALERIE-Studie verlangsamten zwei Jahre Kalorienrestriktion, also gezielt weniger essen, das Tempo im Vergleich zur Kontrollgruppe.[10] Die Methylierungsversionen von PhenoAge und GrimAge zeigten dort keinen klaren Effekt, und alle Effekte waren klein.[10] Beide Abstände in diesem Abschnitt sind deshalb eine praktische Faustregel und keine geprüfte Empfehlung. Wenn du gezielt etwas veränderst, ist ein neuer DunedinPACE-Test nach etwa 12 Monaten trotzdem ein naheliegender Versuch, kleine Verschiebungen liest du aber vorsichtig.

Häufig gestellte Fragen

Zahlt die Krankenkasse einen biologischen Alterstest?

Die gesetzliche Krankenkasse zahlt keinen biologischen Alterstest, denn neue Untersuchungsmethoden darf eine Praxis erst über die GKV abrechnen, wenn der G-BA ihren Nutzen anerkannt hat.[19] Weil das bei diesen Tests nicht geschehen ist, bieten Praxen sie als IGeL zum Selbstzahlen an, und auch der IGeL-Monitor hat sie nicht bewertet.[8] Die PKV zahlt selten, weil ein Test bei Gesunden kaum je „medizinisch notwendig“ ist; es kommt auf deinen Tarifwortlaut und die dokumentierte ärztliche Begründung an.[6] Einzelne Premium-Zusatztarife haben den Test im Paket, und in jedem Fall holst du dir vor dem Test eine schriftliche Zusage.

Bietet die TK, Barmer oder AOK einen biologischen Alterstest an?

Einen Labortest bietet keine dieser Kassen an, und einen epigenetischen Test zahlt keine von ihnen. Die TK hat in ihrer kostenlosen App TK-Coach Lebensstil-Selbsttests; ob dort gerade ein Fragebogen zum biologischen Alter angeboten wird, prüfst du am besten direkt in der App. So ein Fragebogen schätzt dein Alter aus deinem Lebensstil und ist kein Laborwert.

Welche Anbieter für biologische Alterstests gibt es in Deutschland?

Aus Deutschland kommen Cerascreen, epiAge, Ganzimmun und MOLEQLAR, und alle zahlst du selbst. Cerascreen kostet per Wangenabstrich 399 € (Stand Oktober 2026),[24] epiAge etwa 200 bis 300 € und Ganzimmun über Ärztinnen und Heilpraktiker 200 bis 500 € (beides Richtwerte). MOLEQLAR, ein Supplement-Anbieter, verkauft einen Epi-Proteomik-Test per Wangenabstrich ab 129,90 € plus Versand.[23] Wenn du DunedinPACE willst,[5] ist TruDiagnostic in den USA der Hauptanbieter, mit 499 USD (Stand Oktober 2026) plus möglicher Einfuhrumsatzsteuer.[20] GlycanAge und Muhdo liefern aus Großbritannien.

Welcher Test ist der beste?

Den einen besten Test gibt es nicht. Unter den epigenetischen Uhren liefert DunedinPACE sehr gut wiederholbare Werte[5] und GrimAge 2 sagt Sterblichkeit und Krankheit gut voraus,[4] aber für keine Uhr ist gezeigt, dass sie deine Gesundheit verbessert. Prüf deshalb, welche Uhren ein Kit tatsächlich ausgibt, denn viele kommerzielle Kits nutzen eigene, neuere Uhren. Die günstigste Basis ist Levines kostenloser PhenoAge-Blutrechner[2]: Von seinen neun Blutwerten liefert der Check-up 35 nur einen, und für den Rest rechnest du mit etwa 30 bis 80 €.

Wie oft sollte ich einen Test machen?

Bei klassischen Uhren wie Horvath oder PhenoAge ist eine Wiederholung nach zwei bis drei Jahren sinnvoller als ein jährlicher Test. Ihr Ergebnis schwankt im Labor oft um 1 bis 2,5 Jahre, manchmal deutlich mehr, und kann so eine echte Veränderung innerhalb eines Jahres überdecken.[9] DunedinPACE[5] misst dagegen ein Tempo, das sich in einer Studie leicht verlangsamte, als die Teilnehmenden zwei Jahre lang gezielt weniger aßen.[10] PhenoAge und GrimAge zeigten dort in ihrer Methylierungsversion keinen klaren Effekt.[10] Veränderst du aktiv etwas, ist ein neuer DunedinPACE-Test nach etwa 12 Monaten sinnvoll; beide Abstände sind eine praktische Faustregel, keine geprüfte Empfehlung.

Kann ich mein biologisches Alter kostenlos testen?

Einen groben Laborwert bekommst du sehr günstig, denn Levines PhenoAge-Rechner[2] ist gratis. Er braucht aber neun Blutwerte, von denen der Check-up 35 nur den Nüchternblutzucker liefert,[12] sodass du für den Rest etwa 30 bis 80 € einplanst. Ganz kostenlos schätzt unser [Alterungstempo-Test](/de/age-test) dein Tempo in zwei Minuten aus deinem Lebensstil, und TK-Versicherte können in der TK-Coach-App nachsehen, ob dort ein Fragebogen angeboten wird. Solche Fragebögen können dir Hinweise geben, welche Gewohnheiten du verändern könntest, einen Laborwert ersetzen sie aber nicht.

Woran erkenne ich einen seriösen biologischen Alterstest?

Einen seriösen Test erkennst du zuerst daran, dass der Bericht eine publizierte Uhr wie Horvath, GrimAge oder DunedinPACE nennt[1, 3, 5] statt eines geheimen Hauswerts. Der Anbieter sagt dir außerdem, wie stark Wiederholungen schwanken, denn bei klassischen Uhren können Messungen derselben Probe um Jahre abweichen.[9] Das Labor erklärt, wohin deine Probe geht und wie es deine Daten nach DSGVO Art. 9 schützt,[7] und niemand verkauft dir gleich Supplements, die das Ergebnis „reparieren“ sollen. Ein seriöser epigenetischer Test kostet meist 200 bis 500 €.

Kann ich einen DunedinPACE-Test in Deutschland machen?

Ja, aber nur als Selbstzahler und meist über die USA: DunedinPACE[5] verkauft vor allem TruDiagnostic als Teil seines TruAge Tests, für 499 USD per Fingerstich (Stand Oktober 2026).[20] Prüf vorher, ob der Anbieter an deine Adresse in Deutschland liefert; beim Empfang des Kits können 19 % Einfuhrumsatzsteuer auf den angegebenen Warenwert plus Gebühren des Paketdienstes anfallen. Die Probe schickst du danach zurück in die USA, und weder GKV noch Standard-PKV zahlen den Test. Das Ergebnis ist ein Tempo wie 0,85 Jahre pro Jahr, kein Alter.

Darf eine Versicherung meinen Alterstest verlangen oder für den Beitrag nutzen?

In Deutschland verbietet § 18 Gendiagnostikgesetz (GenDG) Versicherern, genetische Untersuchungen zu verlangen oder Ergebnisse zu fordern und zu verwenden.[15] Eine Ausnahme gilt bei Lebens-, Berufsunfähigkeits-, Erwerbsunfähigkeits- und Pflegerentenversicherungen über 300.000 € oder 30.000 € Jahresrente: Dort darf der Versicherer Ergebnisse bereits gemachter genetischer Tests verlangen.[15] Ob ein epigenetischer Test darunter fällt, ist rechtlich offen, weil das Gesetz ererbte oder bis zur Geburt erworbene Erbinformationen meint,[15] Methylierungsmuster sich aber im Lauf des Lebens ändern. Bestehende Erkrankungen musst du auf Nachfrage weiter angeben.

Was bringt mir der Test praktisch?

Realistisch bringt er dir **Motivation und Feedback**, keine medizinischen Entscheidungen. Er kann zeigen, ob deine Lebensstil-Änderungen Marker bewegen, ersetzt aber keine ärztliche Diagnostik, und ein hohes Ergebnis ist keine Diagnose. Beschwerden wie Brustschmerz, Atemnot oder Herzstolpern gehören zur Ärztin, egal was der Test sagt.

Kann ich den Test über einen Heilpraktiker günstiger bekommen?

Manche Heilpraktiker bieten Tests über Partnerlabore wie Ganzimmun zu Laborpreisen plus Beratungskosten an. Der Preisvorteil gegenüber dem direkten Bezug ist meist gering, wichtiger ist die Qualität der Interpretation. Worauf du dabei achten solltest, steht in unserem [Ratgeber zu Heilpraktikern und Longevity](./heilpraktiker-longevity).

Zahlt die Krankenkasse stattdessen ein Herz-CT (CCTA)?

Die GKV zahlt eine CT-Koronarangiographie (CCTA) seit dem 1. Januar 2025,[18] allerdings nur in zwei Fällen mit Verdacht auf eine Herzerkrankung und nicht als Vorsorge. Im ersten Fall schätzt die Ärztin vorab, wie wahrscheinlich eine chronische koronare Herzkrankheit (KHK) ist, also verengte Herzkranzgefäße; liegt diese Vortestwahrscheinlichkeit bei mindestens 15 % und besteht der Verdacht weiter, zahlt die Kasse.[17] Im zweiten Fall muss vor einer geplanten Herzoperation eine KHK ausgeschlossen werden.[17] Die überweisende Praxis dokumentiert die Vortestwahrscheinlichkeit auf der Überweisung,[18] und ein hoher Alterswert allein ist kein solcher Verdacht.

Quellen25

  1. Horvath S. (2013). DNA methylation age of human tissues and cell types. Genome Biologydoi:10.1186/gb-2013-14-10-r115
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